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Airline Grounding

03.02.2012, 09:44 Uhr

Malev fliegt nicht mehr

von Lutz Schmidt

Ungarns National Carrier hat den Flugbetrieb mit dem heutigen Tage eingestellt. Die Lieferanten sollen auf Vorkasse gedrungen haben. Dafür reichte das Geld nicht mehr.

Seit dem 3. Februar 2012 um 6 Uhr ruht der komplette Flugbetrieb der Malev.
Foto: Malev

Und noch eine renommierte Fluggesellschaft verschwindet vom Markt. Nach 66 Jahren fortwährenden Flugbetriebs hat die Malev am heutigen Morgen die Segel gestrichen. Der Malev-Generaldirektor Lorant Limburger teilte das Grounding via Homepage mit. Ursächlich für das jetzige Ende war maßgeblich die Entscheidung der EU-Kommission von Anfang des Jahres, dass staatliche Subventionen an die Malev aus dem Zeitraum 2007 bis 2010 zurückgezahlt werden müssen. Seitdem kursierten Gerüchte, dass der ungarische National Carrier unmittelbar vor der Insolvenz stünde. Dies wiederum habe nun dazu geführt, dass wichtige Lieferanten Vorkasse für ihre Leistungen verlangten. Zwar hatte Ungarns Regierung am Montag dieser Woche die Malev mit einem Konkursschutz bedacht. Doch auch dieser Schritt brachte offenbar keinerlei Entlastung für das Unternehmen. Die Lage der Fluggsellschaft sei wegen der geforderten Im-Voraus-Bezahlung „unhaltbar“ geworden.

Europas zweitgrößter Billigflieger reagiert auf den plötzlichen Marktaustritt der Malev mit einem Sonderangebot für gestrandete Passagiere. Bis Donnerstag (9. Februar) um Mitternacht können Rückreisen gegen eine Gebühr von 60 Euro mit Easyjet erfolgen. In Anspruch nehmen kann dies, wer beim Easyjet-Kundenservice ein Malev-Ticket oder eine Buchungsnummer vorweist und beim Check-in die Malev-Buchungsbestätigung vorlegen kann. Allerdings bedient Easyjet lediglich drei Städtepaare auf denen bis vor kurzem die ungarische Airline unterwegs war, darunter auch Berlin–Budapest.

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